3 Gewohnheiten, die dich zu einem besseren Autor machen
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3 Gewohnheiten, die dich zu einem besseren Autor machen

Ahoi! In diesem Artikel erfährst du:

  • Warum du dir Ziele setzen solltest
  • Wie dir eine Schreibroutine helfen kann
  • Warum du auch mal Ruhephasen benötigst

Setzen wir die Segel:

Seit den olympischen Spielen in London im Jahr 1908, beträgt die Marathondistanz 42,195 km. Sie wurde extra um 1,965 km aufgestockt, damit die Athleten am Windsor Castle vorbeikamen und seitdem nie wieder verändert. Doch was hat ein Marathon mit dem Schreiben zu tun? Wenn du zu schreiben beginnst, bist du in der Regel im Flow und alles läuft. Doch irgendwann kommst du an den Punkt, an dem dir die Puste ausgeht und es dir immer schwerer fällt. Alles dauert etwas länger, als du gedacht hast und eigentlich würdest du lieber mal wieder was anderes machen. Der Flow verkriecht sich langsam unter deine Couch. Marathonläufern geht es ähnlich. Sie fassen den Entschluss, beginnen zu laufen und die Anfangsbegeisterung trägt sie. Aber auch hier kommt irgendwann der Punkt, an dem es anstrengend wird. Wie gelingt es dir also, deine Geschichte nicht nur zu beginnen, sondern auch zu beenden?

Dazu stelle ich dir drei Gewohnheiten vor, die dich zu einem besseren Autor machen:

1. Ziele
Wenn du dich entschließt einen Marathon zu laufen, gibt es ein klares Endziel und dazwischen liegen 42,195 km. Doch wenn du nur mit diesem Wissen im Kopf startest, wirst du es sehr schwer haben anzukommen. Genauso ist es beim Schreiben. Du hattest eine Idee, daraus einen Plot entwickelt sowie Figuren und Setting entworfen. Das Ziel ist klar: du willst die Geschichte zu Ende schreiben.

Jetzt setze dich an deinen Schreibtisch, schnapp dir Stift und Papier – oder ein digitales Dokument und fixiere folgendes schriftlich:


– Endziel: Deine Geschichte zu beenden ist wie das Ende des Marathons. Lege einen realistischen Zeitrahmen hierfür fest. Vergiss nicht Pausen einzuplanen!

– Etappenziele: Innerhalb dieses Zeitrahmens beginnst du nun, das große Ganze in kleinere Etappen z.B. Kapitel oder Szenen aufzuteilen. Lege auch hier jeweils die Zeit fest.

Wenn du das schriftlich festgehalten hast, überprüfe nochmal ob deine Ziele realistisch sind. Wenn du während des Schreibens feststellst, dass es nicht aufgeht, solltest du nochmal nachjustieren.

Zur Verstärkung kann ein bisschen sozialer Druck helfen. Erzähle deiner Familie, deinen Freunden oder deinen Lesern auf Social Media davon. Du wirst zögern, aber es hilft. Wenn du merkst, du schaffst es nicht, wird dir keiner den Kopf runterreißen, sondern umso mehr mit dir mitfiebern. Sie werden dich motivieren und dich anfeuern. Beim Marathon stehen auch viele am Wegesrand und jubeln begeistert zu. Es ist unglaublich, wie einen diese Kraft nochmal beflügeln kann. Also probiere es einfach aus.

2. Schreibroutine
Ein Läufer würde niemals auf die Idee kommen, ohne Übung an einem Marathon teilzunehmen. Er wird jeden Tag dafür losjoggen, die notwendigen Muskeln aufbauen und seine Ausdauer trainieren. Genauso ist es beim Schreiben. Schreibe möglichst täglich zu einer ähnlichen Zeit und baue damit deine Schreibmuskeln auf. Wie wäre es mit frühmorgens, wenn du im Kopf noch frisch bist? Außer du bist eine Nachteule und da viel produktiver. Eine Schreibroutine baust du auf, indem du dich dazu verpflichtest. Es ist wie jeden Tag in die Arbeit gehen, einfach normal. Es gibt nichts zu überlegen oder zu überdenken, ob oder ob nicht. Es ist einfach so. Mach es zu einem Ritual!

Ein Zeitplan sichert dir deine Schreibroutine.
Foto: Content Pixie, Unsplash

Ganz wichtig: Teile deinem Umfeld deine Schreibzeiten mit und erkläre deinen Arbeitsplatz zur verbotenen Zone. Aus eigener Erfahrung kann ich dir empfehlen, nicht zu kurze Zeitslots einzuplanen. Eine Stunde am Tag sollte das Mindeste sein, weil du am Anfang immer ein wenig brauchst, bis du drin bist. Probiere es einfach aus.

Du hast die ersten Etappen erfolgreich hinter dich gebracht, liegst im Zeitplan, aber nun scheint dir doch noch die Puste auszugehen? Dann nimm dir ein paar Minuten Zeit und mach dir klar, warum du das eigentlich tust und schreibe es auf. Dann schließ die Augen und stell dir vor, wie du mit deinem fertigen Roman auf der Buchmesse stehst, wie du dich auf einer Lesung angeregt mit einem Leser unterhältst oder wie du dein Buch in der Buchhandlung entdeckst. Das Visualisieren wird dich wieder motivieren.

Irgendwie scheint dich alles abzulenken, vor allem dein Smartphone? Dann lege es so weit wie möglich von dir weg und schalte es aus. In der Regel gibt es nichts so Wichtiges, was nicht mal ein bis zwei Stunden warten kann. Wenn du früh am Morgen oder spät am Abend schreibst, steht die Welt oftmals sowieso noch still.

Eine Alternative wären Fokus-Apps wie Focus Keeper oder Forest. Bei letzterem wirst du fürs fokussierte Arbeiten mit dem pflanzen von virtuellen Bäumen belohnt. Außerdem kann man sich mit anderen vernetzten und wenn einer von beiden faul wird, zerstört er die Bäume des anderen mit. Natürlich nur virtuell, aber trotzdem ist es eine starke Art von sozialem Druck.

Wenn dir das mit den Apps nicht ganz geheuer ist, kannst du dich stattdessen auch mit anderen Schreiberlingen verabreden und austauschen. Wie oben bei den Zielen genannt, kann dieser soziale Druck, wenn er sich im Rahmen hält, unheimlich hilfreich sein.

3. Work hard, play hard

Schreibroutine, Zeitplan, Ziele – alles wichtig und richtig. Aber gönn dir auch mal ´ne Pause.
Foto: Link Hoang, Unsplash

Du schreibst regelmäßig und diszipliniert an deiner Geschichte. Dann sollte auch mal eine Belohnung drin sein. Damit meine ich nicht ein paar neue Schuhe oder eine Sahnetorte, sondern einfach mal eine kleine Auszeit. Plane dir nach jedem Etappenziel eine kleine Ruhephase ein, mach einen schönen, langen Spaziergang, eine Radtour, lese ein Buch, meditiere oder mache Yoga. Was dir auch immer Freude macht, dich abschalten lässt und auf neue Gedanken bringt. Diese Pausen sind Balsam für deine Autorenseele.

Wenn du dein Ziel am Ende erreicht hast, plan dir einen kleinen Schreiburlaub ein. Ob du wegfährst oder zuhause bleibst, ist dabei erstmal zweitrangig. Dein Geist hat es verdient, nach dem Schreibmarathon in Ruhe gelassen zu werden. Er muss sich erholen. Schreibe ein paar Tage einfach mal nichts, sondern genieße die Abwechslung. So kannst du dich umso mehr wieder aufs Schreiben freuen. Wer weiß, vielleicht kommst du ja sogar auf ein paar neue Ideen?

Wenn du diese drei Gewohnheiten in dein Autorenleben integrierst, wirst du leichter und schneller zum Ziel kommen. Der Schreibmarathon ist geschafft und deine Geschichte fertig. Ich hoffe, ich konnte dir mit diesem Artikel helfen, dich inspirieren und motivieren. Wenn dem so ist, würde ich mich über einen Kommentar von dir freuen.

Leinen los und schreib schön!

Deine Nicola

Ein Ankerplatz für Geschichten

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